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In welchen Fällen muss man zur MPU?
17. Oktober 2023 | von Trenkle Psychologische PraxisAktualisiert am: 14. April 2026
Eine MPU wird angeordnet, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Häufige Gründe sind Alkohol- oder Drogenfahrten, wiederholte Verkehrsverstöße, Straftaten im Straßenverkehr oder bestimmte medizinische Erkrankungen. Die medizinisch-psychologische Untersuchung soll klären, ob eine Person künftig verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnehmen kann. Sie dient nicht als Strafe, sondern dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer.
Die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) ist eine Prüfung, die bei bestimmten Situationen von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet werden kann. Hierbei soll die betroffene Person auf Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges überprüft werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, in welchen Fällen dies geschieht.
Wann wird eine MPU angeordnet?
Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn Zweifel daran bestehen, ob eine Person ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr führen kann.
Die Untersuchung soll klären, ob die betroffene Person künftig verantwortungsvoll, zuverlässig und sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann.
Typische Gründe für eine MPU sind:
- Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr
- wiederholte Verkehrsverstöße oder zu viele Punkte in Flensburg
- schwere Straftaten
- medizinische oder psychische Probleme
- generelle Zweifel an der Fahreignung
Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Fälle genauer.
MPU wegen Alkohol oder Drogen
Einer der häufigsten Gründe für eine MPU ist Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr. Typische Situationen sind beispielsweise:
- Alkohol am Steuer mit 1,6 Promille oder mehr
- wiederholte Alkoholauffälligkeiten im Straßenverkehr
- Fahren unter Einfluss von illegalen Drogen
- Kombination aus Alkohol und Verkehrsverstoß
Auch Fahrradfahrer können zur MPU verpflichtet werden, wenn sie beispielsweise mit 1,6 Promille oder mehr im Straßenverkehr auffallen.
MPU wegen zu vieler Punkte oder wiederholter Verkehrsverstöße
Mehrere Verkehrsverstöße oder das Erreichen von 8 Punkten können ebenso zur Anordnung einer MPU führen. Hierbei geht es darum zu prüfen, ob der Fahrer oder die Fahrerin überhaupt zum Führen eines Fahrzeugs geeignet ist.
MPU nach Straftaten
Bei schweren Straftaten, die im Straßenverkehr begangen wurden, wie etwa die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder Unfallflucht, kann ebenso eine MPU angeordnet werden. Auch bei Straftaten außerhalb des Straßenverkehrs (z.B. bei Aggressionsdelikten) kann in Einzelfällen eine MPU verlangt werden. Das Ziel ist es zu erfahren, ob die Person die Konsequenzen für ihr Handeln versteht, zusätzlich möchte man eine Veränderung des Verhaltens erreichen.
MPU aus medizinischen Gründen
Auch gesundheitliche Probleme können eine MPU erforderlich machen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein bei:
- schweren psychischen Erkrankungen
- neurologischen Erkrankungen
- wiederholten epileptischen Anfällen
- Suchterkrankungen
Hier geht es darum zu klären, ob die gesundheitliche Situation das sichere Führen eines Fahrzeugs beeinträchtigen könnte.
MPU bei allgemeinen Zweifeln an der Fahreignung
Die Fahrerlaubnisbehörde kann eine MPU auch anordnen, wenn generelle Zweifel an der Fahreignung bestehen. Solche Zweifel können entstehen durch:
- auffälliges Verhalten im Straßenverkehr
- Hinweise aus ärztlichen Gutachten
- wiederholte Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen
In diesen Fällen dient die MPU dazu, die Fahreignung objektiv zu überprüfen.
Fazit: Die MPU dient der Verkehrssicherheit
Die MPU ist keine Strafe, sondern eine Maßnahme zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer. Sie soll klären, ob eine Person wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann und ob notwendige Veränderungen im Verhalten stattgefunden haben.
Eine professionelle MPU Beratung und Vorbereitung kann dabei helfen, die Anforderungen der Untersuchung zu verstehen und sich strukturiert darauf vorzubereiten.
Häufige Fragen und Antworten zur MPU
Wann wird eine MPU angeordnet?
Eine MPU wird angeordnet, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. Häufige Gründe sind Alkohol- oder Drogenfahrten, zu viele Punkte in Flensburg, schwere Verkehrsverstöße oder medizinische Probleme.
Muss man bei Alkohol automatisch zur MPU?
Nicht immer. Eine MPU wird häufig angeordnet bei 1,6 Promille oder mehr, bei wiederholten Alkoholauffälligkeiten oder bei Kombinationen aus Alkohol und schweren Verkehrsverstößen.
Kann auch ein Fahrradfahrer zur MPU müssen?
Ja. Wer beispielsweise mit 1,6 Promille oder mehr auf dem Fahrrad erwischt wird, kann ebenfalls zur MPU verpflichtet werden.
Ist die MPU eine Strafe?
Nein. Die MPU ist keine Strafe, sondern eine Begutachtung der Fahreignung. Sie soll klären, ob jemand wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann.
Kann man sich auf eine MPU vorbereiten?
Ja. Eine professionelle MPU Vorbereitung bei einem Verkehrspsychologen kann helfen, die Anforderungen der Untersuchung zu verstehen und sich gezielt darauf vorzubereiten.
